Live Photo in ein Video umwandeln — so geht's am iPhone
Aktualisiert am 18. August 2026
Das iPhone kann das von Haus aus: Live Photo in der Fotos-App öffnen, auf Teilen tippen und „Als Video sichern" wählen — Sekunden später liegt eine ganz normale Videodatei samt Ton in deiner Mediathek. Ohne Zusatz-App, ohne Upload, und das Original bleibt unverändert erhalten. Unten stehen vier Wege dorthin, was zu tun ist, wenn die Option fehlt, und wie der umgekehrte Weg funktioniert: ein Video in ein Live Photo verwandeln.
Was dabei eigentlich umgewandelt wird
Ein Live Photo ist kein Video mit Vorschaubild, sondern ein Paar aus zwei Dateien, das iOS zusammenhält: ein Foto in voller Auflösung und ein kurzer Videoclip vom Moment drumherum — jeweils etwa anderthalb Sekunden vor und nach dem Auslösen, zusammen also rund drei Sekunden, mit Ton.
Beim Umwandeln wird schlicht diese zweite Hälfte, der Clip, als gewöhnliche Filmdatei herausgeschrieben. Deshalb ist das Ergebnis so kurz, deshalb hört man alles, was beim Auslösen im Raum zu hören war, und deshalb wirkt es etwas weicher als das gewohnte Standbild: Die Videohälfte eines Live Photos wird mit geringerer Auflösung aufgezeichnet als die Fotohälfte. Verloren geht nichts — das Live Photo bleibt genauso in der Mediathek, wie es war.
Methode 1: „Als Video sichern" in der Fotos-App
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Fotos öffnen und das Live Photo heraussuchen
Achte auf das Live-Symbol in der oberen Ecke, oder halte das Vorschaubild gedrückt — bewegt es sich, ist es ein Live Photo. Aufnahmen ohne dieses Symbol lassen sich nicht als Video sichern, weil ihnen schlicht der Clip fehlt.
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Teilen, dann „Als Video sichern"
Tippe bei geöffnetem Foto auf die Teilen-Taste (Quadrat mit Pfeil). Oben stehen Apps, darunter eine Liste von Aktionen — scrolle in dieser Liste bis „Als Video sichern". Je nach iOS-Version findet sich derselbe Befehl stattdessen im Menü mit den drei Punkten am Foto. Beides bewirkt genau dasselbe.
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Das Video in „Zuletzt" abholen
Zurück in der Mediathek ist das neueste Objekt dein Video — etwa drei Sekunden lang, mit Laufzeitangabe statt Live-Symbol. Ab jetzt verhält es sich wie jeder andere Clip: verschicken, auf einer Plattform hochladen, die Live Photos ablehnt, oder in eine Videobearbeitung laden.
Methode 2: Mehrere Live Photos in einem Video
Dieselbe Aktion funktioniert mit einer Auswahl. Tippe in der Mediathek auf Auswählen, markiere die gewünschten Live Photos und dann Teilen → „Als Video sichern". Statt vieler Drei-Sekunden-Schnipsel schreibt iOS ein einziges Video, in dem die Momente nacheinander hängen — in der Reihenfolge, in der sie in der Mediathek liegen.
Das ist der schnellste Weg zu einer groben Zusammenfassung eines Ausflugs, ganz ohne Schnittprogramm. Zwei Dinge sind zu beachten: Jedes Objekt der Auswahl muss ein Live Photo sein, sonst verschwindet die Aktion aus dem Teilen-Menü, und die Reihenfolge lässt sich hier nicht ändern — das erledigst du danach in einer Bearbeitungs-App, falls es darauf ankommt.
Methode 3: Kurzbefehle, wenn es öfter vorkommt
Wer Live Photos regelmäßig umwandelt, kann sich das mit der App Kurzbefehle auf einen Tipp im Teilen-Menü verkürzen. Lege einen neuen Kurzbefehl an, erlaube Bilder aus dem Teilen-Menü als Eingabe, füge die Aktion Medien codieren hinzu und schließe mit In Fotoalbum sichern ab. Auf ein Live Photo angewendet, schreibt das den Clip als Video heraus, ohne dass du die Fotos-Oberfläche überhaupt anfassen musst.
Das ist allerdings die Bastel-Variante, nicht die verlässliche: Verfügbare Aktionen und unterstützte Formate ändern sich mit den iOS-Versionen, ein Kurzbefehl von letztem Jahr braucht womöglich eine Überarbeitung. Wenn er läuft, ist es der schnellste Weg überhaupt.
Methode 4: Bildschirmaufnahme als sichere Rückfalloption
Fehlt „Als Video sichern", oder soll die Bewegung genau so aussehen wie in der Fotos-App, hilft die Bildschirmaufnahme. Füge sie unter Einstellungen → Kontrollzentrum hinzu, öffne das Live Photo bildschirmfüllend, starte die Aufnahme, halte zum Abspielen gedrückt und stoppe wieder.
Aufgezeichnet wird alles, was auf dem Bildschirm zu sehen war — schneide die Enden danach weg. Die Qualität liegt eine Stufe darunter, weil hier der Bildschirm abgefilmt und nicht der Originalclip exportiert wird. Dafür klappt es mit jeder Aufnahme, aus jeder App, auch mit Live Photos aus einer Nachricht, die sich nicht sauber exportieren lassen.
Welche Methode passt wann?
„Als Video sichern" ist fast immer die richtige Antwort: eingebaut, sofort fertig und exportiert den Originalclip statt einer Kopie einer Kopie. Die Mehrfachauswahl nimmst du, wenn mehrere Momente in eine Datei sollen. Kurzbefehle lohnen sich nur bei häufiger Wiederholung, die Bildschirmaufnahme bleibt für die Sonderfälle. Eine Konverter-App brauchst du für diese Richtung nicht — iOS deckt sie wirklich ab.
Was du vom Ergebnis erwarten kannst
- Es wird kurz. Rund drei Sekunden, mehr steckt in einem Live Photo nicht drin. Verlängern lässt sich das nicht — das übrige Material wurde nie aufgezeichnet.
- Der Ton ist dabei. Live Photos zeichnen Audio auf, der Export übernimmt es. Hast du das Live Photo stummgeschaltet, bleibt das Video stumm.
- Es wirkt weicher als das Standbild. Die Clip-Hälfte wird mit geringerer Auflösung aufgenommen als die Foto-Hälfte.
- Das Original bleibt. Gesichert wird zusätzlich, nicht ersetzt. Wenn du nur eines von beiden behalten willst, lösche das andere selbst.
- Es läuft überall. Genau darum geht es: auf Android, unter Windows und auf Plattformen, die Live Photos stillschweigend zu einem Standbild plätten.
Wo LiveMaker hineinpasst — und was es nicht tut
Ganz offen: LiveMaker wandelt keine Live Photos in Videos um. Die App geht die andere Richtung — sie macht aus einem Video ein Live Photo, mit Trimmen, Auswahl des Standbilds (Key Frame), Zuschneiden und einer Ton-an/aus-Wahl, komplett auf dem iPhone und ohne dass irgendetwas auf einen Server geladen wird. Für Live Photo → Video ist die oben beschriebene Fotos-App das Werkzeug: kostenlos und längst installiert.
Gebraucht wird LiveMaker für den Rückweg, für den iOS überhaupt keine Lösung anbietet. Live Photos entstehen unter iOS nur im Moment der Aufnahme, in der Kamera-App — aus einer vorhandenen Datei lässt sich keines erzeugen. Typischer Ablauf ist deshalb: Live Photo als Video sichern, dieses Video zuschneiden oder bearbeiten und das Ergebnis wieder in ein Live Photo verwandeln, damit es sich als solches teilen oder als bewegtes Hintergrundbild für den Sperrbildschirm nutzen lässt. Nur dieser letzte Schritt braucht eine App — und genau den erledigt LiveMaker.
Was es nicht ist: keine Videobearbeitung (keine Filter, Texte oder Mehrspur-Zeitleisten), kein Downloader, und das Hintergrundbild kann es nicht für dich setzen — das behält iOS den Einstellungen vor. Eine Android-Version und eine Web-Version gibt es nicht, denn Live Photos sind ein Apple-Format und LiveMaker eine App für iPhone und iPad. Die Nutzung ist kostenlos; kostenlose Exporte tragen ein kleines Wasserzeichen, das der einmalige Kauf von LiveMaker Pro für 3,99 $ entfernt. Kein Abo.
Wenn etwas nicht klappt
„Als Video sichern" fehlt im Teilen-Menü
Fast immer steckt in der Auswahl etwas, das kein Live Photo ist — ein normales Foto, ein Screenshot, ein Video. Auswahl aufheben, ein einzelnes Objekt mit sichtbarem Live-Symbol markieren, erneut versuchen. Fehlt die Aktion auch dann, wurde der Clip unterwegs entfernt (viele Messenger und soziale Netzwerke tun das) — dann bleibt die Bildschirmaufnahme.
Das Video ist stumm
Dann war das Live Photo stummgeschaltet. Öffne es in Fotos, tippe auf das Live-Symbol in der Ecke, prüfe, ob der Ton aktiv ist, und exportiere noch einmal.
Ich habe ein Standbild statt eines Videos bekommen
Vermutlich war es Als Standbild duplizieren — eine andere Aktion, die den Clip wegwirft. Verloren ist nichts, das Live Photo liegt noch in der Mediathek. Nimm stattdessen Teilen → „Als Video sichern".
Drei Sekunden sind mir zu wenig
Mehr Material enthält ein Live Photo nicht. Für längere Aufnahmen filmst du gleich ein Video — und wenn du dieses später als Live Photo brauchst, verwandelst du es mit LiveMaker in ein Live Photo, statt den Export zu strecken.
Häufige Fragen
Wird das Live Photo beim Umwandeln gelöscht?
Nein. „Als Video sichern" legt eine neue Videodatei in der Mediathek an und lässt das Live Photo unverändert. Wenn du nur eines von beiden behalten möchtest, lösche das andere anschließend selbst.
Wie lang wird das Video?
Etwa drei Sekunden. Ein Live Photo hält jeweils rund anderthalb Sekunden vor und nach dem Auslösen fest, und der Export enthält genau diesen Clip. Länger geht nicht, weil mehr nie aufgezeichnet wurde.
Kann ich ein Video wieder in ein Live Photo verwandeln?
Mit iOS allein nicht — Live Photos entstehen ausschließlich in der Kamera-App im Moment der Aufnahme. Eine Konverter-App übernimmt das: LiveMaker nimmt ein beliebiges Video aus der Mediathek, lässt dich trimmen, das Standbild wählen und zuschneiden und sichert daraus ein echtes Live Photo zum Teilen oder als Sperrbildschirm-Hintergrund.
Brauche ich eine kostenpflichtige App dafür?
Nein. Die Fotos-App auf dem iPhone erledigt das gratis und offline, ohne Software von Dritten. Geld kostet höchstens die andere Richtung — und auch LiveMaker ist dafür kostenlos nutzbar, mit einem kleinen Wasserzeichen auf kostenlosen Exporten, das der einmalige Kauf von LiveMaker Pro für 3,99 $ entfernt.
Und in die andere Richtung?
Aus jedem Video ein Live Photo — kostenlos, auf dem Gerät, ohne Upload.
LiveMaker gratis ladenWeiterlesen: ein Video als bewegtes Hintergrundbild einrichten, ein GIF in ein Live Photo umwandeln oder alle Live-Photo-Anleitungen und die LiveMaker-Startseite.